Gefäßuntersuchungen

... Durchblutung und Venen ...

ULTRASCHALLUNTERSUCHUNG DER GEFÄSSE: Carotis, Arme und Beine

Es werden die Blutgefäße einerseits im Schnittbild dargestellt, um z.B. Ablagerungen oder Thrombosen auszuschließen, andererseits werden mit Hilfe der Doppleruntersuchung Strömungsparameter dargestellt, die ihrerseits Aufschluss über Gefäßverengungen oder Schlingenbildungen und Ähnliches geben können. Der “Farbdoppler” ist ein “Flächendoppler”, der farbcodiert (in diversen Farbabstufungen) verschiedene Strömungseigenschaften (Geschwindigkeit, Richtung u.a.) im Gefäßschnitt aufzeigt. Die Kombination aus Schnittbild und Doppler wird “Duplex”- Verfahren genannt.


a) HALSSCHLAGADER (“CAROTIS”)

Fragestellungen z.B.:

  • Ablagerungen (“Plaques”, v.a. im Rahmen der Arteriosklerose) in den hirnversorgenden Schlagadern, v.a. bei Personen mit Herz- Kreislauf- Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhtes Cholesterin etc.)
  • Beschaffenheit der Ablagerungen (Kalkeinlagerung, Thromben etc.)
  • Grad der Einengungen der Gefäße durch die Plaques: besteht eine relevante Behinderung des Blutstrohmes bzw. eine Gefährdung für Schlaganfall (Folge einer Hirn- Durchblutungsstörung)?
  • Verlaufsbeobachtungen bei bekannten Plaques
  • Nachuntersuchung nach Schlaganfall oder kurzzeitigen Hirndurchblutungsstörungen (z.B. nach vorübergehender Schwäche oder Gefühlsstörungen in einem Arm oder Bein, nach vorübergehendem Sehverlust auf einem Auge etc.).
  • Feststellung der Narkosetauglichkeit bei Einengungen der Halsschlagader in manchen Fällen
  • Nachuntersuchung nach Operationen an der Halsschlagader
  • Zusätzliche Beurteilung der hinteren Hirnschlagader (“Vertebralis”, verläuft in einem speziellen Kanal in der Halswirbelsäule). Durchblutungsstörungen in der hinteren Hirnschlagader können eine von vielen Ursachen für massiveren “Schwindel” oder Sturzneigung sein.

b) ARM- UND BEINARTERIEN

Fragestellung z.B.:

  • Durchblutungsstörungen: z.B. “Schaufensterkrankheit”
  • Ablagerungen (“Plaques”, im Rahmen der Arteriosklerose) v.a. bei Personen mit Herz- Kreislauf- Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhtes Cholesterin etc.)
  • Beschaffenheit der Ablagerungen (Kalkeinlagerung, Thromben etc.)
  • Grad der Einengungen der Gefäße durch die Plaques: besteht eine relevante Behinderung des Blutstrohmes bzw. eine Gefährdung des Beines bzw. des Armes (Durchblutungsstörungen der Arme sind deutlich seltener).
  • Nachuntersuchung nach Operationen an den Arterien (Bypassoperation, Ausschälung der Arterien)

c) ARM- UND BEINVENEN

Fragestellung z.B.:

  • Ausschluss einer Thrombose mit Verschluß der tiefen Venen, z.B. bei neu aufgetretenen Beinschwellungen
  • Beurteilung des Blutabstromes bzw. von Undichtheiten der “Venenklappen” bei Patienten mit Beinschwellungen, Thrombosen in der Vergangenheit oder Beingeschwüren: für diese Fragestellungen sind in manchen Fällen noch zusätzliche weitere Tests erforderlich.


FUNKTIONELLE GEFÄSSUNTERSUCHUNGEN

Je nach Fragestellung können auch andere Methoden zur Beurteilung der Arterien und Venen  zur Anwendung gelangen: z.B. Doppleruntersuchung zur Messung des Blutdruckes an den Beinen, Pulsoszillographie zur simultanen Vergleichsmessung der Durchblutung an den Armen oder Beinen, Prüfung der Wadenmuskelpumpe als Test der Venenklappen (“digitale Photoplethysmographie“) . Auch diese Methoden biete ich in der Ordination an.